Worte sind lebendiges, atmendes Material.

Sie brauchen respektvolle Behandlung und umsichtige Formung und Fügung.  

Insbesondere gilt dies für Worte, deren Botschaft ihre Empfänger auch über

die Grenzen von Sprachen und Kulturen hinweg klar hörbar erreichen soll.

Dabei hilft  eine breit gefächerte Sachkenntnis, lange Erfahrung und leidenschaftliches Einfühlungsvermögen.

 

 Zufriedene Kunden sind die Vrije Universiteit Amsterdam, The Amsterdam Global Change Institute, Packwell Schwepnitz, WKtex, der Tzuica-Verlag, Gesundheitszentrum Niederlausitz GmbH, Cynkrotek, Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder, u.a.m.

Bei Sprachgitter werden die richtigen Worte zu klaren Texten.


Autopoiesis

 

Gelänge es, flexibel zu sein, kommunikativ, motiviert, strukturiert und orientiert, selbstkritisch und selbstbewusst, entscheidungsfreudig, aufgeschlossen, belastbar und versiert, ständig erreichbar, entspannt, effizient, heiter, interessiert und einsatzbereit, stets alle deadlines zu halten, alle Daten zu kennen, seinen Job zu leben, sein Team zu lieben, nie Probleme, stets Projekte zu haben, sie als challenge zu schätzen, kompetitiv anzugehen und effektiv zu lösen, immer positiv und produktiv Chancen verwertend –

 

Gelänge es, sympathisch und offen rüberzukommen, authentisch, sich mit einem Lächeln, einem flotten Spruch auf den Lippen gewinnbringend zu engagieren, in Beziehungen zu investieren, bewusst zu konsumieren, sich zu perfektionieren und zu optimieren, zu entwickeln, zu pampern, Psychohygiene zu üben, Zeit und Gefühle zu kontrollieren, zu disziplinieren und zu therapieren, mit Cardiofitness, Cleansings und Paleodiäten, die Goal-Tracker-Apps, Schrittzähler und Nährwerttabellen immer im Einsatz den Körper zum Tempel zu machen, in die richtigen Marken gehüllt und mit den technischen Insignien der Führung und Verführung versehen mal hübsch und hip, mal reif und seriös überzeugend durch alle Lebenslagen zu navigieren, den eigenen Marktwert steigernd und bei offenen Optionen die Work-Life-Balance haltend genügend Synapsen zu bilden, um sich verändernd zu überholen –

 

Gelänge es, fotogen zu posen und geistreich zu posten, inspiriert und dynamisch das Projekt Leben in den heiligen Hallen des Netzes voranzutreiben, kreativ verewigt vor jedermanns Augen Likes zu kassieren fürs Bestücken des Museums des Ego mit Augenblicken, das aalglatte Ich in den Zeitstrom der timeline zu werfen, sich filmend und chattend neu zu erfinden, vernetzt, verlinkt, in 140 Zeichen, als das What einer App, zwitschernd, bloggend, als grinsendes Smiley, gläserner Bürger, ortbarer User quantifiziert, evaluiert, entblößt virtuell perfekt zu existieren, seine Wünsche preisgebend, seine Präferenzen enthüllend mitzuwirken am Großen Ganzen von Crowd und Kommerz –

 

Gelänge es, zum Teilen und Heilen zu eilen, sich auslebend auszubeuten, kommunizierend zu kapitalisieren, sich zu adaptieren, zu inszenieren und zu transzendieren, alle Ansprüche des neoliberal-kapitalistischen Über-Ich übererfüllend ein makellos richtiges Leben im Falschen zu führen, alle Zwänge der Freiheit individuell internalisiert und integriert, alle Zweifel getilgt und im festen Glauben, die Wüste sei in mir, das schlechte Gewissen sei meins und keins, das man mir machte –

 

frei zu wählen, was mich manipuliert

und leidenschaftlich lückenlos Leistung zu bringen

 

wäre ich dann vollbracht?